Digital Subscriber Line (engl. für digitaler Teilnehmeranschluss), abgekürzt DSL, bezeichnet eine Breitbandübertragungstechnik bei der Daten mit hohen Übertragungsraten über Kupferleitungen gesendet und empfangen werden können, dementsprechend schnelles Surfen im Internet und den Austausch von Daten über das Telefonnetz ermöglicht.

Voraussetzung für die Benutzung von DSL

Im Grunde genommen werden drei Komponenten benötigt um DSL nutzen zu können. Erstens wird ein Telefonanschluss vorausgesetzt, dabei ist es nicht von Interesse, ob dies ein Analog- oder ISDN-Anschluss ist. Zweitens bedarf es der notwendigen DSL Hardware beziehungsweise Geräte, wie dem Splitter, DSL-Modem und Router (oder Router mit internem DSL-Modem), sowie der dazugehörigen Software, welche meist vom Internet Service Provider zur Verfügung gestellt wird. Router finden allerdings nur Verwendung, wenn mehrere Rechnernetze miteinander gekoppelt oder voneinander getrennt werden müssen. Der Internet Service Provider (engl. für Internetdienstanbieter) bildet die dritte Komponente und ist unerlässlich, da er im Gebiet, in dem der Internetzugang via DSL erfolgen soll, entsprechende Dienste und technische Leistungen anbieten muss.

Im Zuge der sich immer schneller entwickelnden Elektroindustrie existieren aber auch neue technische Errungenschaften, die für den Internetzugang auf einen Telefonanschluss komplett verzichten und/oder andere Komponenten benötigen. Hierzu zählen unter anderem das Internet aus der Steckdose mittels Powerline-Technik, Mobiles Internet, sowie Satelliten-DSL, Kabel-DSL und SDSL.

Aufbau und Funktionsweise

Bei einem analogen Anschluss wird der Splitter zwischen der TAE Dose und dem Telefon installiert. Erfolgt hingegen eine Nutzung einer ISDN Leitung, wird der Splitter zwischen der TAE Dose und dem NTBA integriert. Der Splitter stellt die Signaltrennung zwischen DSL und Telefon her, weshalb die DSL-Verbindung andere Frequenzbereiche verwendet als die Übertragung der Telefonie und ermöglicht auf Grund dessen eine ständige Verfügbarkeit der DSL-Leitung. Bei einigen Internet Service Providern werden mittlerweile auch Kombigeräte aus Splitter, NTBA und Telefonanlage ausgeliefert. Zwischen dem Splitter und dem DSL-Modem (oder dem Router mit internem Modem) muss ebenfalls eine Verbindung mittels Patchkabel hergestellt werden. Das DSL-Modem oder auch Network Termination Broad Band Access (NTBBA) bildet den Netzabschluss für die DSL-Leitung beim Anwender und wandelt die Daten so um, dass diese über die DSL-Leitung geschickt und beim Empfang in das nötige Format gewandelt werden. Zu guter Letzt wird das DSL-Modem direkt oder kabellos via WLAN mit dem Computer, oder bei der Variante mit einem Router oder Kombigerät dementsprechend darauf, verbunden.