Neben dem DSL über die Telefonleitung hat die Elektroindustrie auch zahlreiche weitere Erfindungen zu verbuchen, um dem Anwender einen Internetzugang zu gewähren.

Dazu zählt zum Beispiel das so genannte Internet aus der Steckdose mittels Powerline-Technik. Die abzurufenden Daten gelangen dabei über das Datennetz (Telefonleitung) zum Ortsnetztransformator des Stromversorgers, von dort aus über das Niederspannungsortsnetz in das im angeschlossenen Haushalt verbundene PLC-Modem, welches die Daten demoduliert. Zwar hat die MVV Energie AG 2001 mit „Vype“ die weltweit erste kommerzielle Powerline-Anwendung gestartet, aber in Zeiten von WLAN und mobilen Internet hat es das Internet aus der Steckdose nicht nur aufgrund der starken Konkurrenz, sondern auch wegen der niedrigen Geschwindigkeit von maximal 2 Mbit/s schwer.

Auf das bereits erwähnt mobile Internet, kann beispielsweise mit Hilfe von Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) zugegriffen werden, welches Datenübertragungsraten bis zu 7,2 Mbit/s mit HSDPA ermöglicht. Zum Internetzugang wird nur ein UMTS-Modul, eine UMTS-Datenkarte oder USB-UMTS-Adapter (Surf-Stick) beziehungsweise UMTS Handy die als Modem fungieren benötigt. Der Vorteil ist, dass der Anwender von fast jedem Ort auf das Internet zugreifen kann. Deshalb und wegen der hohen Datenübertragungsrate, vorausgesetzt der Anbieter hat das Netz mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) ausgerüstet, bildet es eine durchaus ernstzunehmende Konkurrenz zum DSL über die Telefonleitung. Aus diesem Grund haben viele deutsche Mobilfunkunternehmen ebenfalls eine UMTS Flatrate im Programm um auch über die Sparte „Mobiles Internet“ Kunden zu gewinnen.

Eine ganz andere Technik benutzen Anbieter wie StarDSL oder sky DSL. Die Kommunikation ins Internet erfolgt hierbei direkt zwischen dem Satelliten und einer Satellitenantenne, die über ein Modem mit dem Computer verbundenen ist. Das DSL per Satellit ist nicht nur bundesweit, sondern sogar europaweit verfügbar und stellt ebenfalls eine gute Alternative zum herkömmlichen DSL.

Die Telefonleitung nutzt das so genannte Kabel Internet, auch Kabel-DSL genannt, ebenso nicht, denn hierbei wird das TV-Kabel verwendet. Überall, wo bereits die entsprechende Infrastruktur geschaffen wurde, kann die herkömmliche Kabeldose gegen eine spezielle Multimedia-Dose ausgetauscht werden, wodurch Kabel-DSL und Kabel-Telefonie möglich sind. Die verwendete Technik gilt bisweilen als zukunftssicher, da mit den modernen Fernsehkabeln noch höhere Bandbreiten möglich sind als mit ADSL und ADSL2+. Derzeit wird Kabel-DSL in Deutschland von Kabel BW, Unitymedia und Kabel Deutschland angeboten.

Symmetric Digital Subscriber Line (SDSL) ist eine weitere interessante für Anwender, die aufgrund einer zu geringen Bandbreite kein ADSL erhalten können. Dabei wird eine zusätzliche Datenleitung verlegt wird, die nur Betriebsarten unterstützt, die in beide Richtungen mit derselben Datenrate arbeiten. Obwohl SDSL für Geschäftskunden vorgesehen ist, können auch Privatkunden SDSL bei der Deutschen Telekom beantragen.